Immer besser texten

Was macht Vorträge spannend? (2)

Noch nie hatte ich soviel Dank erhalten wie nach der Premiere des Seminars: Spannende Vorträge schreiben. Die Teilnehmer schienen nicht nur beeindruckt, sondern verwandelt, von einer Last befreit – und voller Lust auf ihren nächsten Vortrag.

Zuerst hatte ich mich gesträubt, das Seminar überhaupt zu entwickeln. Rhetoriktrainer gibt es Tausende, was sollte ich da noch? Aber Herr Dr. Schönfelder von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe blieb unschlagbar hartnäckig: Man wolle genau mich. „Warum?“, fragte ich. „Weil jemand von der schreibenden Zunft andere Impulse setzen kann.“ Ach echt? Was meinte er? Ich bestellte mir ein paar Dutzend Rhetorik-Ratgeber.

Beim Lesen dämmerte mir, was Herr Schönfelder gemeint haben könnte. Den meisten Büchern fehlte es an System: Millionen von Tipps, aber wenig Zusammenhang, wenig Orientierung, keine klare Linie. Es klang im Ohr, als würden Mama und Papa ständig auf dich einreden.

Ich traf nur auf wenige Ausnahmen – allesamt von Nicht-Rhetorikern: Sie fummelten nicht an der Persönlichkeit ihrer Leser herum, sondern konzentrierten sich auf Sprache und Dramaturgie.

Das musste es sein, was Herr Schönfelder suchte –  und daraus schnürte ich ein ehrliches Paket: An einem einzigen Seminartag lassen sich weder Stimme noch Haltung noch Körpersprache nachhaltig verbessern. Was aber geht: Einen wasserdichten Leitfaden liefern für die Vorbereitung von Vorträgen. Damit könnten die Teilnehmer souverän entscheiden, welchen Arbeitsschritt sie gerade brauchen. So gewinnen sie Sicherheit und Sinn für Ökonomie. Dies ist der Hauptnutzen des neuen SchreibSchwung-Seminars. Appetitanregende Tipps daraus gibt’s in den nächsten Posts.

PS: Mein neues Blog auf www.vortrags.coach widmet sich ganz dem Thema Vorträge/Reden/Präsentationen.