Immer besser texten

Was macht Vorträge spannend? (3): Vergiss das Brillantseinwollen

Denn das ist nicht Dein Job. Dein Job ist es, den Zuhörern bei etwas zu helfen.

Jeder Vortrag hat eine Aufgabe, meistens eine von diesen:

• Den Zuhörern neues Wissen erschließen.

• Den Zuhörern zu einer guten Entscheidung verhelfen.

• Die Zuhörer von der Richtigkeit eines Anliegens überzeugen.

• Den Zuhörern die Kraft geben, das Richtige zu tun.

„Das Publikum ist der Held“, sagt Nancy Duarte in ihrem wundervollen Buch Resonate, „nicht Du! Du bist der Mentor, der dem Helden hilft.“ Nach Deinem Vortrag soll das Publikum handeln – von einer höheren, besser informierten Ebene aus.

Daher: Vergiss Dein Brillantseinwollen und konzentriere Dich auf Deine Aufgabe. Für mich eine schwere geistige Disziplin, denn: Sobald ich mit einem Vortrag betraut werde, kommen sofort die Bilder von MIR, WIE TOLL ICH VOR DEM PUBLIKUM SEIN WILL. Diese Bilder lenken von der Aufgabe ab, sie gilt es zu verscheuchen. Das gelingt nur, wenn ich die Aufgabe ernst nehme und mich minutiös auf sie vorbereite. Dann schrumpelt der Narziss wieder zusammen.Und ich kann meine Aufgabe erfüllen.

PS: Mein neues Blog auf www.vortrags.coach widmet sich ganz dem Thema Vorträge/Reden/Präsentationen.